Inline-Weltcup: Moritz Nörl rast zweimal aufs Podest




Mit zwei Podestplätzen kehrte Speedspezialist Moritz Nörl von den Inline-Downhillrennen im italienischen Cisterna d´Asti nach Niederbayern zurück. Nach seinem Sieg beim Downhillweltcup auf der Bobbahn in Altenberg (Thüringen) unterstrich der 21-jährige Alpinskater vom DJK-SV Adlkofen seine Ambitionen auf eine Top 3-Position in der Inline-Downhill-Weltcup-Gesamtwertung. Hinter dem Vorarlberger Daniel Ladurner aus Östereich belegte Nörl in Italien Platz 3 im Einzelzeitfahren und steigerte sich im Inline Cross-Weltcup auf Platz 2.
Die zwei Kilometer lange Strecke von Cisterna nach Matteo mit einem Durchschnittsgefälle von 8%, zwei Haarnadelkurven, einer S-Kurve, einer 200 Meter langen Sprintstrecke in der Ebenen und Geschwindigkeiten um 80 km/h verlangten den technischen und konditionellen Fähigkeiten der 35 Starter aus acht Nationen alles ab.

Im ersten Durchgang fuhr Nörl mit 2:17,030 Minuten auf Platz zwei und kam an die Fabelzeit des österreichischen Dauersiegers Daniel Ladurner (2: 14,760 Minuten) nicht heran. Im zweiten Durchgang steigerte sich der italienische Lokalmatador Angelo Vecchi und verdrängte Nörl um 0,52 Sekunden noch vom zweiten Platz. „Vecchi hat im zweiten Durchgang einen Traumlauf hingelegt und war vor allem auf der Sprintstrecke unglaublich schnell“ meinte Nörl anerkennend nach dem Rennen, „ich wollte mich im zweiten Lauf steigern und habe beim Bremsen bereits vor der ersten Kurve zu weit ausgeholt, so hat mir der Speed im Flachstück gefehlt.“

Als schnellster deutscher Läufer qualifizierte sich Nörl zusammen mit seinen Teamkollegen aus der Nationalmannschaft des Deutschen Rollsport- und Inlineverbands (DRIV) Kevin Stich (Ebingen, Platz 12), Theo Frommlet (Memmingen, Platz 13) und Tobias Wöhrle (Ebingen, Platz 15) für das Finale der Top 16 beim IIDA-Inline-Cross-Weltcup am Sonntag. Im Finale traf Nörl erwartungsgemäß auf den Österreicher Daniel Ladurner, den Inline-Cross-Weltcupsieger von 2012, auf den Schweizer Christian Montavon und den Franzosen Nicolas Varin. Vom Start weg setzte sich Ladurner an die Spitze, Nörl und Montavon folgten dicht im Windschatten. Während Ladurner seine Spitzenposition nicht aufgab, wechselten Montavon und Nörl in den engen Kurven die Position. Kurz vor dem Ziel löste sich Nörl aus dem Windschatten, spurtete ins Ziel und setzte sich mit einem halben Meter Vorsprung an den 2. Platz. „Mit dem Ergebnis bin ich hochzufrieden“, meinte Nörl nach dem Rennen, „das Rennen war hochkarätig besetzt und ich habe an meine Ergebnisse als Zweiter der Weltcupgesamtwertung 2012 gut anknüpfen können. Daniel Ladurner als Weltcupführender auch, ihn kann man derzeit wirklich nur schlagen, wenn man keinen Fehler macht. Auf zwei Kilometer Streckenlänge muss da schon wirklich alles passen.“



Bilder auf Facebook: Teil 1 - Training / Teil 2 Race