Weltmeisterschaft Inline Alpin: Bronze für Adlkofener Sven Ortel
Nach Platz 5 im Parallelslalom rast Ortel aufs WM-Podium






Die Weltmeister im Inline Alpin Slalom:
Gold: Manuel-Alessandro Zörlein (GER, Bildmitte),
Silber: Kristaps Zvejnieks (LAT links),
Bronze: Sven Ortel (GER, rechts)







Links:

http://www.world-inline-alpine-committee.org/cgi-bin/wiac_pages.cgi?page=home


Ergebnislisten:

Riesenslalom:
http://www.world-inline-alpine-committee.org/files/2014/2014_INT_0165-result.pdf

Parallel-Slalom:
http://www.world-inline-alpine-committee.org/files/2014/2014_INT_0171-result.pdf

Slalom:
http://www.world-inline-alpine-committee.org/files/2014/2014_INT_0167-result.pdf



Knapp zwei Wochen nach den Weltmeisterschaften der Inline-Downhill-Fahrer in der Schweiz griffen die Slalomfahrer bei den Titelkämpfen in Deutschland im Slalom, Riesenslalom, Parallel-Slalom und Team-Slalom nach den Goldmedaillen im Inline Alpin Sport.

Dabei gelang dem 18-jährigen Slalomspezialisten Sven Ortel vom DJK-Sportverein Adlkofen zum ersten Mal in seiner Sportkarriere der Sprung auf das Weltmeisterschaftspodium. Zum Abschluss der Titelwettkämpfe sicherte sich Ortel im spannenden finalen Lauf hinter dem Neu-Ulmer Dreifach- Weltmeister Manuel-Alessandro Zörlein und Kristaps Zvejnieks aus Lettland die Bronzemedaille. Sechs Läufer aus den Landkreisvereinen DJK-SV Adlkofen und TSV Haarbach waren zum einwöchigen Saisonhöhepunkt der Slalomrennsportler nach Oberhundem in Nordrhein-Westfalen aufgebrochen. Die besten Chancen im Favoritenkreis für eine Weltmeisterschaftsmedaille wurden dabei Sven Ortel eingeräumt, der in dieser Saison mehrere Podestplätze bei Worldcups sowie den Sieg beim Worldcup im hessischen Degmarn erreicht hatte.

Der Einstieg in die Weltmeisterschaftswoche begann für Ortel zunächst unglücklich. Im ersten Rennen, dem Riesenslalom, stürzte er bereits im ersten Durchgang, wurde disqualifiziert und schied aus. Gold, Silber und Bronze teilten sich das deutsche Trio bestehend aus dem Neu-Ulmer Manuel-Alessandro Zörlein, dem Schierlinger Lukas Bleicher und einem weiteren Läufer der Neu-Ulmer Talentschmiede Maximilian Merz. Was sich bei den letzten Weltmeisterschaften 2012 abzeichnete, trat auch in Oberhundem ein: Die zahlreicher werdenden Nationen im alpinen Inlinerennsport konnten leistungsmäßig die Lücke zu den deutschen Slalomartisten nicht schließen, die mit wenigen Ausnahmen die Titelkämpfe in Oberhundem dominierten.
Lichtblick beim Riesenslalom aus Landshuter Sicht: Der erst 14-jährige Moritz Waibel, der für den TSV Haarbach an den Start ging und erstmals international startberechtigt war, belegte mit Platz 26 einen Achtungserfolg im internationalen Herrenklassement der weltbesten Slalomfahrer. Mit nur 2,2 Sekunden Rückstand auf die Tagesbestzeit im 1. Durchgang zeigte er, dass im Raum Landshut ein weiterer talentierter junger Spitzenfahrer heranreift. Vor dem abschließenden Slalom zog sich Waibel allerdings einen Muskelfaserriss zu, so dass er nicht mehr antreten konnte.

Eine überzeugende Vorstellung bot Sven Ortel im Parallel-Slalom, nachdem er im Team-Slalom verschmerzen musste, von der deutschen Mannschaftsführung nicht aufgestellt worden zu sein. Er qualifizierte sich zunächst problemlos für die finalen Durchgänge der besten 32 Damen und Herren. Im Viertelfinale traf er vorzeitig auf den Steinenbronner Marco Walz, der einen Deut schneller war als der Niederbayer. Walz wurde Minuten später Weltmeister vor seinem Bruder Ricco Walz und wiederum Manuel-Alessandro Zörlein, der bereits seine zweite Medaille in Empfang nehmen konnte. Sven Ortel wurde fünfter und legte den Grundstein für einen sehr guten Ausgang der Weltmeisterschaft in den folgenden Wettkämpfen.
Eine weitere Steigerung gelang Ortel beim Finale des Internationalen Cups, das während der Weltmeisterschaftswoche ausgetragen wurde. Hier verfehlte Ortel als vierter nur knapp das Podium und gewann die Klassenwertung der U18-Läufer und damit auch die Gesamtwertung U18 des Internationalen Cups.

Die Leistungssteigerung machte Hoffnung auf den letzten Weltmeisterschaftswettkampf, dem Slalom. Im ersten Durchgang verschaffte sich Ortel vor dem finalen Showdown mit Platz vier in erreichbarer Nähe der WM-Medaillen eine aussichtsreiche Position. Ortel behielt im letzten Durchgang des selektiven Kurses, der mehrere Mitfavoriten straucheln ließ, die Nerven und erkämpfte sich in 46,20 Sekunden Platz drei und damit die Bronzemedaille hinter dem erfolgreichsten WM-Teilnehmer Manuel-Allessandro Zörlein (45,09 Sekunden) und dem besten ausländischen Teilnehmer, dem Letten Kristaps Zvejnieks, der in 45,41 Sekunden Vizeweltmeister wurde. "Die Arbeit hat sich Gott sei Dank in Erfolg umgewandelt", meinte Ortel zu seiner Bronzemedaille und dem ersten WM-Podium "Ich bin froh, mich in der absoluten Weltspitze bewiesen zu haben."
Die Downhill-Bronzemedaillensiegerin Annalena Rettenberger und Downhill-Weltmeister Moritz Nörl konnten im Slalom nicht überzeugen. Beide schieden vorzeitig aus.
Mit dem 3. Platz beim abschließenden WM-Slalom hat Ortel nun auch den 2. Platz in der Weltcupgesamtwertung erreicht und schloss damit motiviert seine beste Saison als Inlinerennsportler ab.